Autor: Kurt-S. Becker Seite 2 von 10

Die Vereinsmeister 2025 sind ermittelt. (Foto: Kurt-S. Becker
Die Vereinsmeister 2025 sind ermittelt. (Foto: Kurt-S. Becker

Vereinmeisterschaften 2025 der Fahrergemeinschaft Schleswig-Holstein/Hamburg

Ganz im Zeichen der Vereinsmeisterschaft der Fahrergemeinschaft Schleswig-Holstein und Hamburg stand in diesem Jahr das Fahrturnier in Futterkamp. Gleich fünf neue Meister wurden in verschiedenen Anspannungen ermittelt.

Der Filmbericht stellt alle neuen Meister vor.

Vereinmeisterschaften 2025 der Fahrergemeinschaft Schleswig-Holstein/Hamburg

Faszination Fahrsport bei der NordPferd

Unter dem Titel Faszination Fahrsport hat auch in diesem Jahr wieder eine Gruppe der Fahrergemeinschaft Schleswig-Holstein Hamburg die Zuschauer in der Holstenhalle während der Nordpferd begeistert.

Mit Alexa Feindt, Wencke Hansen, Rebecca Otto, Lasse Rennebach und Tanja Wegmeyer haben sich 5 Gespannfahrer auf den Weg nach Neumünster gemacht, um an allen 3 Messetagen ihre Runden durch den Kegelparcours zu drehen.

Ob mit oder ohne Erfahrung vor größerem Publikum, haben alle 5 ansprechende Bilder gezeigt, und eine attraktive Visitenkarte des Fahrsports abgegeben.

 

Faszination Fahrsport präsentiert von der Fahrergemeinschaft SH/HH

Mitglieder berichten: Internationale Erfahrungen sammeln

Von Susan Gollmer

Team Gollmer kehrt mit guter Platzierung zurück.

Am Mittwochmorgen 4 Uhr machte sich mein Team, unterstützt zusätzlich mit Mia Blohm, auf den Weg zu unserem zweiten Internationalen Turnier nach Kronenberg NL. Eine gigantische Anlage erwartete uns in Peelbergen. Über 600 Pferde und 250 Teilnehmer waren auf dem Turniergelände untergebracht und ohne Fahrrad wäre man schon aufgeschmissen gewesen. Das Wetter war leider weniger schön beim Anreisetag. Nach dem Vetcheck hieß es „Fit to compete“ für die Ponys, mit dem schmunzelnden Satz der Veterinärin: „They all love to eat“.

Am Donnerstag starteten wir morgens in die Dressur. Es hatte die ganze Nacht geregnet und auch der Tag war nicht besser. Die Stimmung war bei dem Wetter natürlich nicht die Beste, aber wir machten das Beste daraus. Nach dem Wechsel von den verschiedenen Abfahrplätzen die minutengenau getaktet vorgegeben wurden, ging es endlich los. Die Ponys und die Fahrerin waren deutlich gelassener als in Exloo und so konnten wir die Dressur, verbessert um 7 Strafpunkte, beenden.

Nach einer weiteren, sehr regnerischen Nacht machten wir uns so langsam Gedanken, wie es weitergehen wird mit den Bodenverhältnissen bis Sonntag. Aufgrund der sehr hohen Nennzahlen, war das Gelände aufgeteilt unter den Teilnehmern, wir starteten erst am Sonntag ins Gelände. Und das konnte bei dem Regen dann den „Genickbruch“ für die Ponys bedeuten, wenn vorher 100 Gespanne im Gelände gewesen sind.

Aber der Wettergott hatte Erbarmen mit uns. Endlich hörte es auf und die Sonne kam ab Freitag raus. Da wir keine Prüfung an diesem Tag hatten, konnten wir die Ponys locker trainieren und die Hindernisse anschauen. Beeindruckend, wenn eine Anlage 10 Hindernisse zur Verfügung hat und man so eine klare Abgrenzung zwischen den Klassen schaffen konnte. An Hindernis 2 musste man zur Ausfahrt einen sehr steilen Berg mit Brücke absolvieren, das war nochmal ein besonderer Anspruch für die kleinen Ponys.

Um 20:30 Uhr hieß es, der Kegelparcours ist frei zur Besichtigung. Also schnell ein paar Runden gedreht, bis es dunkel wurde.

Am Samstagmorgen ging es gleich als erstes für uns in den Parcours. Aufwärmen war in einer der drei riesigen Hallen, Vetcheck in einer anderen Halle, nun ging es in die Last Minute Halle und danach ging es auch schon los. Der Sandboden lies den Dressurwagen teilweise leicht schleudern, was man immer mit einplanen musste. Die Ponys liefen wie gewohnt sehr motiviert und freudig durch die Kegel.

Foto: Klaus Schröder

Ein Ball viel und die Zeit reichte nicht ganz, 5,24 Strafpunkte waren auf dem Konto. Es wurde von Teilnehmer zu Teilnehmer spannender bis zum Schluss. Die Live Ergebnisse, mit Echzeit-Verfolgung des Parcours, wobei man in Sekundengenauigkeit die anderen Teilnehmer beobachten kann auch ohne sie auf dem Platz zu sehen, machen die Sache sehr spannend und professionell.

Platz zwei für die Ponys an diesem Tag war wieder einmal ein mega Erfolg für uns. Auf der Rangierung in der Kombinierten Wertung hatte sich jetzt so einiges getan nach dem Hindernisfahren. Um so wichtiger wurde jetzt der Marathon. Aufgrund unserer Erfahrung von Exloo wählten wir am Wasserhindernis weite Wege aus. Das Wasser war in der Mitte schon ziemlich tief und die Ponys sollten keine schlechte Erfahrung mitnehmen. Schließlich war mein rechtes Pony noch kein Jahr vor dem Wagen und noch immer grün hinter den Ohren. So zog es noch nicht voll rein ins Wasser.

Bereits Samstagnachmittag, nach dem letzten Starter in Marathon der ersten Gruppe, wurde fleissig gearbeitet und repariert, Boden aufgefahren, geschleppt, gewalzt was das Zeug hält. TipTop wurde alles wieder so hergestellt, dass alle anderen Fahrer die gleichen Bedingungen bekommen für den nächsten Tag.

Sonntagmorgen ging es dann bei top Wetter und Temperatur los in die letzte Runde. Die Ponys waren mit sich selbst sehr zufrieden in der Aufwärmphase. Die Hindernisse liefen gut bis zum H5, wo mein rechtes Pony auf einmal in den Rechtswendungen blockierte. Das kostete Zeit, da dieses Hindernis zu 90% auf dieser Hand zu fahren war. Aber so ist das manchmal mit den Tieren und dem Sport.

Am Wasserhindernis waren die Ponys voll da und zogen sehr ehrgeizig ins kühle Nass. Beide hatten kein Problem damit im Galopp zu bleiben, nun war ich drauf und dran spontan meine Wege umzustellen und doch im Wasser zu bleiben um schnellere Wege zu fahren. Aber ich besann mich auf meinen Gedanken, den Ponys zu zeigen, dass es auch locker flockig geht und blieb bei meiner Route. Das letzte Hindernis klappte dann wieder in gewohnter Manier. Platz 5 im Marathon. Eine eher ungewohnte Erfahrung, nicht Platziert zu sein in dieser Disziplin, aber das Risiko war mir bewusst bei der Auswahl der Wege am Wasser. Man muss auch mal für die Tiere entscheiden und sich nicht immer nur an diese eine Platzierung klammern, auch wenn an dem Tag deutlich mehr möglich gewesen wäre. So konnten wir uns über den 3. Platz der Kombinierten Wertung freuen, was das viel Wichtigere an diesem Tag war.

Wieder ein heißbegehrte Schleife mitgebracht, die es dieses mal nur für Kombinierte Prüfungen gab. Mit zwei Platzierungen ging es jetzt wieder die fast 500 km nach Hause. Mit vielen schönen Eindrücken und Bildern im Kopf und dem inneren Bild, wie weit man bis jetzt gekommen ist, mit selbstausgebildeten K-Ponys.

 

 

Fahrturnier Kronenberg (NL): Internationale Erfahrungen sammeln

Hallencup Finale – Das Endergebnis

Mitglieder berichten: Erfolgreicher Abschluss in Exloo

Von Susan Gollmer

Exloo, 21 Uhr Samstag Abend. Die Parcours sind aufgebaut, dass Flutlicht eingeschaltet und die erste inoffizielle Besichtigung konnte starten. 30 Minuten Zeit bis das Licht ausgeht und alles im Dunkeln versinkt. Danach summt uns der Stromgenerator, 10m vom Lkw, wieder in den Schlaf.

Sonntag morgen die letzte Prüfung startet um 9 Uhr. Es geht zügig vorwärts, Starter um Starter fahren auf die zwei Kegelplätze ein. Das Tor geht auf und wir sind dran. Der Parcours ist fair aber natürlich anspruchsvoll gebaut. Nach dem Gruß heißt es angaloppieren volle Konzentration. Nach Kegelpaar 20 Endspurt auf das Ziel. Alle Bälle sind oben geblieben, alleine die Zeit hat nicht gereicht. 3,12 Strafpunkte für Überschreitung. Meine Finger kribbeln nach dieser Fahrt. Adrenalin im Körper, ein Gefühl was ich schon lange Zeit nicht mehr hatte.

Nun hieß es warten bis der irische Teilnehmer sein zweites Gespann zwei Stunden später startete. In der Zwischenzeit beobachten wir andere Gespanne. Top Sport, vor allem der Vierspänner Ponys. Die Weltmeisterin zeigt wie man einen Ponyzug im Galopp mal eben fehlerfrei durch den Parcours fährt und es dabei aussehen lässt, wie eine Sonntagsspazierfahrt.

Dann ist es endlich soweit der letzte Starter unserer Prüfung ist dran. Es fällt ein Ball und die Zeit reicht auch für Ihn nicht.

Wir haben gewonnen! Und das beim ersten Auftritt in einer internationalen Prüfung. Eine heißbegehrte Schleife ergattert, die es in Exloo nur für das siegreiche Gespann gibt, anders als in Deutschland für alle Platzierten.

Auf der mehrstündigen Rückfahrt lässt man seine Gedanken Revue passieren. Was für tolle Pferde und auch Ponys man dort gesehen hat und wie toll sich diese doch bewegen können. Mein Wechsel vor einem Jahr von Großpferdesport auf komplett K-Pony Sport habe ich bis heute nicht bereut. So sind es die Kleinsten, die am Ende doch das Größte vollbringen. Und mit Dankbarkeit blicke ich auf meine Ponys, die mir diese schönen Momente erst geschaffen haben.

VIDEO DER SIEGESFAHRT

Susan Gollmer im Kegelparcours - Exloo 2025

 

 

 

 

 

Jahres-Hauptversammlung mit Vorstandswahlen

Wie in der Vergangenheit auch, hat nur ein kleiner Teil von 541 Mitgliedern der Fahrergemeinschaft den Weg zur Jahres-Hauptversanmmlung in Wankendorf gefunden.

Dabei gab es durchaus verschiedene Themen, die bestimmt eine größere Zahl verdient hätten, zumal neue Ideen und Zukunftspläne diskutiert wurden. Hierzu gehörte unter anderem die Absage des Fahrfestes für dieses Jahr. Hans-Peter Goldnick hielt hierzu als verantwortlicher Turnierleiter und Mitorganisator eine durchaus leidenschaftliche Rede und appellierte an die Versammlung, sich als Mitstreiter in Führungs- und Helferaufgaben einzubringen. Nicht die finanzielle Ausstattung des Turniers sei das Problem, sondern die zunehmend mangelnde Unterstützung bei Vorbereitung und Durchführung vor Ort.  Hierzu sollte sich jeder Gedanken machen, Eigeninitiative ergreifen und nicht warten, bis man „angesprochen“ wird.

Zur Wahl standen in diesem Jahr drei Mitglieder des Hauptvorstandes. Kristina Hansen wurde ebenso in ihrem Amt als 1. Vorsitzende bestätigt, wie Schriftührerin Antje Wohlert und Pressesprecher Kurt-S. Becker. Auch die bereits von der Vereinsjugend gewählte Jugendwartin Jutta Weidenthal erhielt die förmliche Bestätigung der Versammlung.

Verschiedene Ehrungen gab es für langjährige Mitgliedschaften. Auf den Fotos festgehalten sind die  anwesenden Jubilare bei der Übergabe kleiner Aufmerksamkeiten des Vereins.

 

Ehrung für 25 Jahre in der FG: Tina Schreiber, Christel Ehmke-Börger und Iris Gottschalk. (vlnr.) Fotos: Kurt-S. Becker)

 

Trauer um Joachim Schumacher

(Foto: Holger Hansen)

Er war aktiver Gespannfahrer, gern gesehen bei vielen Ausfahrten im ganzen Land und ein begeisterter Pferdefreund.  Aber nicht nur als Teilnehmer an fahrsportlichen Veranstaltungen war Joachim Schumacher vielen von uns bekannt. Als engagierten Helfer konnte man ihn jederzeit für Unterstützung auf vielen Gebieten ansprechen.

Kurz vor der Vollendung seines 65. Lebensjahres ist Joachim Schumacher nun verstorben.

Vorstand und Mitglieder der Fahrergemeinschaft werden sein Andenken in Ehren halten und drücken seiner Familie die aufrichtige Anteilnahme aus.

Wechsel im Regionsvorstand Segeberg

Die Verantwortung für die Geschicke der Region Segeberg liegen seit dem 31 Januar 2025 in neuen Händen.

Nach vielen Jahren ihrer Tätigkeit als Regionssprecherin gibt Sonja Bock ihr Amt nun ebenso ab, wie ihre Mitstreiterin Inken Greve. Unser herzlicher Dank gilt den beiden für die geleistete Arbeit im Sinne des Vereins und der Region.

Gleichzeitig begrüßen wir nun mit Anika Stoldt eine erfolgreiche Einspänner-Ponyfahrerin und Tanja Wegmeyer, die ebenfalls im Einspännersport auf vielen Turnierplätzen unterwegs ist.

Wir wünschen dem neuen und praxiserfahrenen Duo eine glückliche Hand bei der Führung der Region und viele gute Ideen.  Unterstützt die Beiden bei ihrer Arbeit und erleichtert ihren Einstieg in die neue Aufgabe.

 

Frischer Wind für die Region Segeberg: Anika Stoldt (li.) und Tanja Wegmeyer treten ihr Amt an. (Foto: Kurt-S. Becker)

NEUE FAHRERDEPESCHE IST ONLINE

Eine besonders umfangreiche FahrerDepesche führt Euch durch eine ereignisreiche Saison. Gute Unterhaltung beim Stöbern.

Hallen Landesmeister 2024 in Negernbötel ermittelt

Sechs neue Landesmeister gibt es seit dem 26. Oktober in Schleswig-Holstein in den verschiedenen Anspannungsarten.  Wir gratulieren, auch den Plazierten, recht herzlich.

Einen TV Beitrag sendet RTL NORD am Montag, dem 28. Oktober um 18 Uhr.

 

 

Ein Char-à-Bancs, auch Charabanc (von frz. char à bancs, Wagen mit Bänken), ist eine vierrädrige Kutsche, die als Jagd- und Ausflugswagen verwendet wurde. Miriam Mauroschat präsentiert sie mit einem Schleswiger Kaltblut. (Foto: Kurt.S. Becker)

VIDEO: Historische Kutschen im Naturpark Westensee

In Kooperation mit Gütern Bossee, Emkendorf und Höbek veranstaltete die Fahrergemeinschaft SchleswigHolstein / Hamburg e.V. – Region Eiderland – auch in diesem Jahr wieder die traditionsreiche Ausfahrt „Historische Kutschen im Naturpark Westensee“.

Der Naturpark Westensee bietet Liebhabern historischer Kutschen ideale Bedingungen. Die Veranstaltung begann morgens mit der Präsentation der stilvollen Gespanne vor dem Gutshaus in Bossee. Dort wurden die Equipagen dem interessierten Publikum vorgestellt.Anschließend geht es auf die Wegstrecke.

Auf einem ca. 20 km langen Rundkurs wurden die Güter Höbek und Emkendorf angefahren. Es bestand jeweils die Möglichkeit zur Rast. Auch möglich war eine Altemativstrecke mit 17 km, bei der nur Gut Emkendorf angefahren wurde. Abgeschlossen wurde die Ausfahrt mit einem Kegelparcours auf dem Gelände von Gut Bossee.

Zur Veranstaltung kamen Gespanne aus dem In- und Ausland, Einspänner, Zweispänner, Vierspänner und Sonderanspannungen.

Zur Teilnahme zugelassen waren alle Wagentypen, die vor 1950 gebaut wurden, sowie stilgerecht nachgebaute jüngere Wagen. Die Wagenbesatzungen sollten entsprechend dem Gespanntyp gekleidet sein. Beurteilt werden Aufmachung, Stil und Präsentation der Gespanne und Wagenbesatzungen.

Ein Filmbericht von Kurt-S. Becker.

 

Historische Kutschen im Naturpark Westensee

 

 

Für die Fahrergemeinschaft am Start. Ulrike Schmidt und Nicolai. (Foto: Brigitte Gfeller)

Einspänner WM: Ulrike Schmidt unter TOP 20

In einem Teilnehmerfeld von fast 80 international erfolgreichen Einspännerfahrern mit Platz 19 von einer Weltmeisterschaft zurückzukehren ist durchaus ein achtbares Ergebnis. In der Dressur zwar noch im Mittelfeld plaziert, steigerte sich Ulrike Schmidt mit Beifahrerinnen Dagmar Sachau und Bianca Lobsien kontinuierlich. Nicht nur 168 Bälle mußten im Verlaufe der Marathonstrecke auf ihren Positionen in den Hindernissen liegen bleiben, auch zahlreiche weiteren Herausforderungen waren für den 17 jährigen Freiberger Nicolai vor der Kutsche zu bewältigen. Am Ende stand Rang 15 auf der Anzeigetafel.

Eine flotte und fehlerfreie Runde im abschließenden Kegelparcours bedeutete dann sogar den sechsten Platz in einem Parcours, der den Teilnehmern weniger Strafpunkte für Hindernisfehler als Zeitprobleme bereitete.

Ulrike Schmidts Fazit: „Ich bin hochzufrieden in einem so erlesenen Starterfeld unter den besten zwanzig zu sein.“

 

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