Schlagwort: Ausfahrt

Ausfahrt in Tating

Unsere Region Eiderland erstreckt sich von der Nordsee bis zur Ostsee – und diesmal führte uns die Ausfahrt ganz in den äußersten Westen, zu Annelie Grappert nach Tating. Ein schöner Kontrast zu unserer vertrauten Holsteinischen Hügellandschaft!

Die Strecke war hervorragend ausgewählt: Sie führte über weite Wiesenflächen, dazu ging es mal den Deich hinauf und wieder hinunter. Für die Pferde war weniger die Strecke selbst herausfordernd, sondern vielmehr der kräftige Wind, der ihnen einiges abverlangte. Zum Glück blieb es trocken.

Manch ein Gespannfahrer überlegte anfangs, ob er nicht lieber gleich beim köstlichen Küchenbuffet von Annemarie bleiben sollte, anstatt anzuspannen – so verlockend war die Auswahl.

Insgesamt war es eine rundum gelungene Ausfahrt. Ein herzliches Dankeschön an Annemarie Grappert und ihr Team für die tolle Organisation!

Für die Region Eiderland

Wolfgang Rohwer

 

 

Ausfahrt in Pratjau

Am vergangenen Sonntag waren wir zur Ausfahrt bei Antje und Holger Wohlert in Pratjau zu Gast. Vor Ort erfuhren wir, dass dort gleichzeitig das 25-jährige Hofjubiläum gefeiert wurde – nachträglich nochmals unsere herzlichsten Glückwünsche zu diesem besonderen Anlass!

Die Ausfahrt war bestens vorbereitet. Drei Strecken standen zur Auswahl. Schon zu Beginn erwartete uns ein echtes Highlight: die Einfahrt durch den Torbogen von Schloss Salzau, inklusive Fotostopp. Über die eindrucksvolle Natursteinzufahrt ging es weiter bis vor das Schlossportal, wo jedes Gespann einzeln fotografiert wurde.

Danach führte die Strecke zum Anwesen im Charlottental. Dort wurden wir und unsere Pferde von den Anwohnern herzlich empfangen – für die Fahrer und Beifahrer gab es einen kleinen Imbiss, und auch die Pferde kamen nicht zu kurz.

An der Weggabelung, an der sich die drei Routen (10 km / 14 km / 20 km) trennten, mussten wir uns leider für die kürzeste Strecke entscheiden. Unser Oskar hatte durch das Beschlagen eine Druckstelle im Huf, sodass wir die gesamte Fahrt nur im Schritt bewältigen konnten.

Trotz dieser Einschränkung war es eine wunderbare Ausfahrt. Ein herzliches Dankeschön an Antje und ihr Team für die großartige Organisation – es war wirklich ein gelungener Tag!

Wolfgang Rohwer
Region Eiderland

Rund um das Dosenmoor

Am 6.April fand die diesjährige Ausfahrt auf der Cannon Ranch bei Yvonne und Jan statt. 23 Gepanne hatten sich angemeldet, aber leider mussten 3 Teilnehmer absagen, da es Probleme mit dem Pferden gab.

20 Gespanne starteten nach einer Gespannkontrolle im Abstand von 7 Minuten zu der 15 km langen Ausfahrt um das Dosenmoor und das Wattenbeker Gehölz. Eine kürzere Strecke von 12 km war für noch nicht so geübten Gespanne ausgezeichnet. Der überwiegende Teil der Starter wählten aber den längeren, und wie alle lobten, die schöne Strecke mit überwiegend unbefestigten Wegen.

Nach der Rückkehr konnte ein Hindernisparcours durch 15 Kegelpaare gefahren werden. Hier erreichte Ines Tietjen aus Fischbek in 59,6 sec. fehlerfrei die absolute Bestzeit. An alle Teilnehmer wurde eine Erinnerungsplakette vom Veranstalter überreicht.

Die liebevolle Bewirtung durch Yvonne und Jan wurde von allen gerne angenommen und es folgten bei Speis und Trank  noch viele Gespräche. Gegen 16:00 Uhr hatten sich dann alle Teilnehmer auf dem Heimweg gemacht.

Eine rundherum gelungene Veranstaltung bei herrlichem Wetter und der guten Betreuung von Yvonne und Jan mit ihrem Team ist ohne irgendwelche Schäden an Tier und Mensch. Dafür ein großes Dankeschön.

Hans-Jürgen Staack

Kutsche fahren wie Anno dazumal

Das historische Kutschefahren ist wegen der „Exklusivität“ auch unter Fahrerinnen und Fahrern immer noch nicht so ganz präsent. Es genügt nicht, „nur“ eine alte Kutsche aus der Garage hervorzuholen und ein bzw. mehrere Pferde davor zu spannen. Die Traditionell Kutschfahrenden können nicht nur selbst Kutsche fahren, sondern bringen quasi Geschichtskenntnisse mit: Sie müssen den Wagentyp nicht nur historisch einordnen können, sondern auch in einem guten, d.h. fahrbaren Zustand bewegen und darüber hinaus das passende Kostüm und möglichst zeitgemäßes Geschirr für das Pferd nutzen. In Dänemark wird diese Form des historischen Kutschfahrens hochgeschätzt; dementsprechend werden mehr Turniere und Ausschreibungen für Rundfahrten organisiert. Bewertet werden Pferd oder Pony, ein- oder mehrspännig, der Wagen, die Fahrer und Beifahrer in dazu passenden Kostümen, das Geschirr und Zubehör. Daraus ergibt sich ein Gesamteindruck, der bewertet wird.

Hier im Kreis Rendsburg/Eckernförde war eine solche Veranstaltung von Thomas Leber am Sonntag, 15.9., organisiert worden. Bei strahlendem Sonnenschein und vor bester Kulisse, nämlich dem Start- und Zielpunkt Gut Bossee mit den Zwischenstationen Gut Höbek und Emkendorf nahmen 11 Gespanne nahmen unter anderem eines aus Dänemark, teil. Die Strecke belief sich auf rund 20 Kilometern, wahlweise 15 Kilometer ohne die Zwischenstation Gut Höbek. Eine besondere Herausforderung vor dem Hintergrund, dass die alten Kutschen schwerer und die Kleidung von Fahrern und Beifahrern unbequemer als heute sind.

In entspannter Atmosphäre plauderten die Fahrer in den Stationspausen mit den Zuschauern und erzählten mehr oder weniger Wissenswertes aus dem historischen Fahren und ihre Beweggründe für diese schöne Freizeitbeschäftigung.

Am Ende der Rundfahrt wurden vier Gespanne von der Richterin Renate Schröder nach den oben genannten Kriterien ausgezeichnet. Die Preisträgerinnen und der Preisträger waren: Dagmar Wegner, Regina Behrend, Tanja Böhlmann und Svend Erik Raun. Als Sahnehäubchen wurden auch noch drei Sonderpreise für folgende Teilnehmer vergeben: Gesine Kloth für die weiteste Anfahrt, Svend Erik Raun aus Dänemark als internationaler Fahrer und Nadja Schüßler als jüngste Teilnehmerin. (Text: Dr. Verena Fink)

Bilderläuterung:


Bild 1: Auf Gut Höbek: Dagmar Wegner mit Hannoveraner Stute mit Phaeton mit Dach von 1860, dahinter: Svend Erik Raun mit dänischen Warmblütern mit einer Dog Cart von 1912.


2. Bild: Auf Gut Bossee: Miriam Mauroschat mit Gerstablüte, Schleswiger Kaltblut, mit Char-á-Bancs von 1912.


Bild 3. Die Preisträgerinnen und der Preisträger, Dagmar Wegner, Regina Behrend, Tanja Böhlmann, Svend Erik Raun (von rechts nach links) eingerahmt von Organisator Thomas Leber (links) und Richterin Renate Schröder (rechts)

Ein Char-à-Bancs, auch Charabanc (von frz. char à bancs, Wagen mit Bänken), ist eine vierrädrige Kutsche, die als Jagd- und Ausflugswagen verwendet wurde. Miriam Mauroschat präsentiert sie mit einem Schleswiger Kaltblut. (Foto: Kurt.S. Becker)

VIDEO: Historische Kutschen im Naturpark Westensee

In Kooperation mit Gütern Bossee, Emkendorf und Höbek veranstaltete die Fahrergemeinschaft SchleswigHolstein / Hamburg e.V. – Region Eiderland – auch in diesem Jahr wieder die traditionsreiche Ausfahrt „Historische Kutschen im Naturpark Westensee“.

Der Naturpark Westensee bietet Liebhabern historischer Kutschen ideale Bedingungen. Die Veranstaltung begann morgens mit der Präsentation der stilvollen Gespanne vor dem Gutshaus in Bossee. Dort wurden die Equipagen dem interessierten Publikum vorgestellt.Anschließend geht es auf die Wegstrecke.

Auf einem ca. 20 km langen Rundkurs wurden die Güter Höbek und Emkendorf angefahren. Es bestand jeweils die Möglichkeit zur Rast. Auch möglich war eine Altemativstrecke mit 17 km, bei der nur Gut Emkendorf angefahren wurde. Abgeschlossen wurde die Ausfahrt mit einem Kegelparcours auf dem Gelände von Gut Bossee.

Zur Veranstaltung kamen Gespanne aus dem In- und Ausland, Einspänner, Zweispänner, Vierspänner und Sonderanspannungen.

Zur Teilnahme zugelassen waren alle Wagentypen, die vor 1950 gebaut wurden, sowie stilgerecht nachgebaute jüngere Wagen. Die Wagenbesatzungen sollten entsprechend dem Gespanntyp gekleidet sein. Beurteilt werden Aufmachung, Stil und Präsentation der Gespanne und Wagenbesatzungen.

Ein Filmbericht von Kurt-S. Becker.

 

Historische Kutschen im Naturpark Westensee

 

 

Ausfahrt Bistensee 2024

Landschaft, Geschichte und Kultur am Bistensee!

Angebote der Fahrergemeinschaft zu Ausfahrten werden ja immer wieder sehr dankbar angenommen. Diesmal hatte die Region Kiel-Rendsburg sich etwas ganz Neues einfallen lassen. Von Hof Eekbarg in Neu Duvenstedt, bekannt für seine Fjordpferdezucht, wurde am 7.7.2024 eine neue Strecke in den Hüttener Bergen angeboten.

Wie immer standen zwei unterschiedlich lange Routen zur Auswahl; wir haben uns für die längere über 15 km entschieden. Diese hatte so ziemlich alle Wege-Arten, die es in Schleswig-Holstein gibt: auf der Straße, sogar unter einer Autobahnbrücke, durch den Wald, streckenweise mit ordentlichen Wasserpfützen und Schlamm, die wir einem Starkregen am Tag zuvor zu verdanken hatten, aber meistens waren die Wege sehr schön befahrbar auf landwirtschaftlichen Wegen mit mittlerem Gras- oder Steinstreifen, durch Dorfstraßen und an Grundstücken vorbei. Aber nicht nur die Wege waren sehr abwechslungsreich, sondern auch was links und rechts davon zu sehen war, war teilweise ausgesprochen interessant.

Nach Stenten und Steinsieken kamen wir zum Gut Friedrichshof, das ein wunderschönes herrschaftliches Tor von 1927 präsentierte. Das nächste Grundstück brachte das volle Kontrastprogramm: Zahlreiche Trödelwaren, u.a. aus der DDR-Vergangenheit, vor und hinter dem Gebäude zog auf eine wiederum andere Art die Blicke auf sich. So blieben unter dem ganzen „Tüddel und Metallkram“ die Blicke vor allem bei ausgedienten Trabbis auf einem Carpot und Dach hängen. Im Laufe der weiteren Fahrstrecke wurden die Motive wieder etwas vertrauter in der Landschaft, vorbei am Keramikcafe, durch Holzbunge und am Skulpturenweg des Kolonistenhofes. Das waren einige Stationen, bevor wir schließlich wieder am Hof Eekbarg ankamen.

Die netten Organisatorinnen und Organisatoren sowie sehr hilfsbereiten Helferinnen und Helfer unter der Leitung von Konstanze Rohwer und Wolfgang Rohwer haben mit Tomatensuppe, Wurst und Brötchen für ein gutes Sättungsgefühl gesorgt. Gute Sitzmöglichkeiten boten zudem die Möglichkeit, die vielen frischen Eindrücke gemeinsam mit anderen zu verarbeiten.

Text: Verena Fink
Fotos: Anna Päpcke

Pressebericht und Teilnehmerstimmen zur Rapsblütenfahrt 2024

Pressebericht und Teilnehmerstimmen zur Rapsblütenfahrt auf Gut Bossee 2024

 

Pressebericht

Teilnehmerstimmen zur Rapsblütenfahrt 2024

 

Rapsblütenfahrt auf Gut Bossee

Für die Gespannfahrer der Region Rendsburg-Kiel gehört die von der Fahrergemeinschaft SH-HH veranstaltete Ausfahrt zu den Highlights im Vereinsleben. Gemeint ist ein Ausflug mit Pferd und Wagen um Gut Bossee (bei Felde), der jedes Jahr im Mai stattfindet. Diesmal haben sich für die ‚Rapsblütenfahrt‘ am 12. Mai 2024 sagenhafte 39 Pferde- und Ponygespanne angemeldet.

Ein- und Zweispänner Pferde und Ponys fuhren etwa 15 km durch eine der schönsten Gegenden im Kreis Rendsburg-Eckernförde. Im Abstand von 5 Minuten starteten die Gespanne nach einer Kontrolle, ob die Anspannung auch vorschriftsmäßig war.

Die Strecke führte an blühenden Rapsfeldern vorbei, durch Wald und Wiesen und war mit gelben Pfeilen ausgeschildert, damit kein Gespann in der Gegend verlorenging.

Die Feuertaufe der drei Organisatoren der Region Rendsburg-Kiel – Konstanze Rohwer, May-Britt Boll und Wolfgang Rohwer – gilt als bestanden, nachdem Hans-Jürgen Staack diese Ausfahrt zuvor jahrelang federführend durchführte.

 

Verena

Hier der Artikel als Pdf-Datei: Artikel

Kaiserwetter für die Traditionsfahrer

Gut Bossee – Am 5. September veranstalteten wir zum 12. Mal das Event „Historische Kutschen im Naturpark Westensee“ auf Gut Bossee. Zwanzig Gespanne hatten sich für diese Veranstaltung in den unterschiedlichsten Anspannungen angemeldet. Dabei „Alte Hasen“ aber auch einige „Frischlinge“. Alleine aus Niedersachsen kamen 5 Gespanne.

Die Veranstaltung begann um 9:00 Uhr mit der Vorstellung vor dem Herrenhaus, kommentiert von Karl-Friedrich von Holleuffer. Währenddessen begutachtete und bewertete.die Richterin Renate Schröder die Gespanne. Wertnoten wurden nach folgenden Kriterien vergeben:

Pferde und Ponies : Schönheit, Zusammenpassen, Sauberkeit, Pflege, Hufe und Beschlag
Geschirre: Stilrichtung, Anpassung an die Pferde und Gesamtzustand
Wagen: Alter, Gesamtzustand, Zubehör und Anpassung an die Pferde
Kutschenbesatzung: Kleidung, Stil, Zustand der Frisur, Schuhe, Handschuhe, Kopfbedeckung, Kniedecke und Zubehör.

Mit einer im Trab gefahrenen Rundstrecke vor dem Herrenhaus gab es dann noch eine Wertnote für das Verhalten der Pferde, Gehorsamkeit, Losgelassenheit und Schwung, sowie für die Fahrweise des Kutschers. Danach starteten die Gespanne zu der Ausfahrt im Naturpark Westensee, wahlweise 25 km über die Güter Höbek und Emkendorf oder die kürzere Strecke über Gut Emkendorf. Bei beiden Gütern war eine Pause vorgesehen, bei denen den Besatzungen Getränke angeboten wurden. Nach der Rückkehr auf Gut Bossee war ein Kegelparcours mit 15 Durchfahrten mit Stilwertung zu fahren. Die inzwischen eingetroffenen Jagdhornbläser aus Bovenau spielten dazu einige Signale und Märsche.

Ein besonderes „Highlight“ war das ländliche Gespann von Egbert Läufer mit den beiden Schleswigern vor dem Ackerwagen aus dem Museumshof Volksdorf in Hamburg.

Wie geplant, konnte dann um 16:00 Uhr mit der Siegerehrung begonnen werden. Für die weiteste Anreise mit 234 km erhielt Wilfried Grahl (wie auch schon in den Vorjahren) einen Erinnerungspokal. Den ersten Platz konnte Tanja Böhlmann aus Otter mit ihrem Lippizaner-Gespann vor einer Derby-Cart von ca. 1920 für sich verbuchen, gefolgt von Sara F. Schulz aus Horst mit zwei Holsteinern vor einer Mylord von ca. 1900.

Den dritten Pokal erhielt Torsten Hess aus Heidenau mit den Schwarzwälder Füchsen vor einem Landratswagen der auch um 1900 gebaut wurde.
Die Wertnoten lagen teilweise nur um 0,5 Punkte auseinander, so dass man von einer interessanten Vorstellung sprechen konnte. Alle Gespanne erhielten eine Erinnerungsplakette und eine Verbands-tasche, um für eventuelle Verletzungen gerüstet zu sein.

Für die erläuternde Vorstellung der Gespanne wurde an Karl-Friedrich von Holleuffer ein Ehrenpreis (gestiftet von der Gutsverwaltung Emkendorf) für eine Führung durch das Herrenhaus mit anschließender Kaffeetafel vergeben.

Danke an die Helfer, die immer dabei sind wenn diese Veranstaltung stattfindet, sowie der Familie von Bülow von Gut Bossee, Familie Ruprecht von Gut Höbek und der Verwaltung von Gut Emkendorf.

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