Schlagwort: Pferdesport

Fahrertag „Rund um die Transall“ mit späten Absagen

Nach Coronapause fand in diesem Jahr am 14. August wieder die beliebte Orientierungsfahrt in Hohn statt.

Sehr erfolgversprechend waren die Anmeldungen von 29 Teilnehmern. Dementsprechend orderte der Veranstalter Stallplaketten und entsprechendes „Now How“ für die Bewirtung und Helferteam nach. Liebevoll wurde der Veranstaltungsplatz neben der ausgedienten Transall auf der von einem Landwirt zur Verfügung gestellten Fläche hergerichtet.

Am Freitag begann dann das Fiasko mit Absagen, das sich dann bis zum Vormittag des Veranstaltungstages fortsetzte. Schließlich starteten am Ende von den 29 angemeldeten noch 12 Gespanne. Diese 12 hatten aber viel Spaß bei der Ausfahrt mit den entsprechenden Aufgaben und kamen alle mit fitten Pferden zurück.

Alle starteten auch zum Spaßparcours „ Jagd nach Punkten“ mit leistungsbereiten Pferden und Ponys. Die höchste Punktzahl konnte Yvonne Möller für sich verbuchen. Auch die Fragebögen mit Aufgaben für die Strecke wurden von allen nach bestem Wissen ausgefüllt. Das Lösungswort „Die Mädels vom Immenhof“ wurde von vielen aus den an der Strecke ausgehängten Buchstaben erkannt. Zur Erinnerung erhielten die Teilnehmer eine Stallplakette, auf der mittig auch die geplante Wegestrecke aufgedruckt war.

Das Veranstalterteam Karin und Horst Stresemann und Tochter Nadine haben aus diesen vielen Absagen die Konsequenz gezogen und werden keine Fahrveranstaltung mehr organisieren. Denn wer hat schon Lust, in den nächsten Wochen nur von reichlich übrig gebliebenen Grillwaren zu leben.

Wieder eine Fahrveranstaltung weniger, für die die Fahrer selber verantwortlich sind. Schade, dass es erst durch Verantwortungslosigkeit Einzelner soweit kommen muss. (Hans-Jürgen Staack)

Auf dem Weg zur Weltmeisterschaft ?

Durch gute Leistungen in den Championatskader: Ulrike Schmidt. (Foto: Kurt-S. Becker)

Das Ziel heißt Le Pin au Haras. Runde 200 Kilometer westlich von Paris liegt die 300-Seelen-Gemeinde im Département Orne in der Normandie. Die Einwohner werden Pinois genannt. Der kleine französische Ort ist in diesem Jahr vom 14.-18. September Austragungsstätte für die Weltmeisterschaft von 80 Einspännerfahrern aus 15 Nationen. Die Titel eines Einzelweltmeisters und des Mannschaftsweltmeisters werden am Ende der drei Veranstaltungstage am Sonntag dem 18. September vergeben.

Gern dabei sein möchte auch eine Leinenkünstlerin aus Schleswig-Holstein, die seit vielen Jahren unter den Top 15 der nationalen Rangliste unterwegs ist und erst vor wenigen Tagen in den Championatskader aufgenommen wurde. Der 1200 km lange Weg ins Nachbarland führt für die Einspänner-Fahrerin Ulrike Schmidt aus dem Kreis Plön nebst Beifahrerin Yvonne Oos und ihren 15jährigen Freiberger Wallach Nicolai, der im Umgang nur “Krümel” genannt wird, aber noch über ein weiteres Sichtungsturnier.

Vom 3.-7. August wird das Erfolgsteam, das in den vergangenen Sichtungen stets eine ansteigende Leistungskurve erzielt hat und dadurch auf die Longlist der WM-Kandidaten gesetzt wurde, schon nach Frankreich reisen. In Chablis erwartet die Fahrer und Fahrerinnen ein CAI2* & CAI3*. “Dieses Turnier erscheint uns als letzte Sichtung besonders wertvoll, weil hier noch einmal der Leistungsstand der deutschen Fahrer gegen internationale Konkurrenz getestet werden kann”, so FN-Assistenztrainer Michael Swiezynski.

Der 45jährigen Plönerin, die als lupenreiner Amateur ihre Chancen gegen die besten der Welt noch zurückhaltend einschätzt, werden von fachkundiger Seite durchaus vielversprechende Chancen auf ein gutes Abschneiden attestiert.

Einer endgültigen Nominierung möchte man aus verständlichen Gründen natürlich nicht vorgreifen, die finale Entscheidung fällt nach dem 7. August. (ksb)

Fahrturnier der Kl. A und M in Bormsdorf

Von Hans-Jürgen Staack

Am 11. Und 12. Juni 2022 fand das Fahrturnier bei bestem Wetter auf dem Fahrplatz der Fahrergemeinschaft und dem Turnierplatz des RV Westwalddistrikt statt.

Pünktlich konnten am Sonnabend um 7:30 Uhr die Prüfungen in Dressur und Hindernis der Kl. A beginnen. Da der Veranstalter eine anspruchsvolle Dressuraufgabe gewählt hatte, waren doch viele Starter von ihrer Wertnote enttäuscht. Auch der Hindernisparcours hatte so manche Tücke aufzuweisen. Kräftezehrend war hier für die Gespanne das vorhandene Gelände mit Steigung und Gefälle und die anspruchsvolle, aber fair vom Parcourschef gestaltete Linienführung.

Nach der Siegerehrung gegen 13:00 Uhr in dieser Klasse und einer kurzen Mittagspause begannen dann die Prüfungen in der Klasse M. Auch hier spiegelten sich die Ergebnisse aus der Kl. A wider, denn beide Prüfungen waren anspruchsvoll. Eine Wertnote in der Dressur über 7,0 hatte Seltenheitswert. Und viele erreichten nicht mal eine 5,0. War die FA4** zu anspruchsvoll oder fehlte das dafür nötige Training?

Gegen 18:30 Uhr konnten dann die Siegerehrungen in dieser Klasse durchgeführt werden. Inzwischen leisteten die Parcourschefs mit Helfern Schwerstarbeit um alle Geländehindernisse für den nächsten Tag entsprechend vorzubereiten.

Am Sonntag war Geländetag und der sollte auch um 8:00 Uhr beginnen. Leider war der Tierarzt durch einen anderen Einsatz verhindert und es konnte dann mit einer Verzögerung von 1,5 Std. begonnen werden. Es ist nicht so einfach, am Sonntagmorgen einen Ersatz zu bekommen, aber durch gute Beziehungen des Veranstalters kam dann eine Kollegin, die für eine Zeit Vertretung machte. Durch gekürzte Startzeiten in der Kl. A und eine Verkürzung der Mittagspause konnte die Verzögerung dann kompensiert werden. Die Prüfung der Kl. M begann wie geplant und zwischenzeitlich konnten auch die Siegerehrungen in der Klasse durchgeführt werden.

Die Nüstern vorne in der kombinierten Prüfung hatten hier folgende Gespanne:
1 sp Pony Sabine Leistikow, 2 sp Pony Adina Haß, 1 sp Pferd Marvin Schildt und 2 sp Pferd Rik Fisser.

Bei der abendlichen Siegerehrung der kombinierten Prüfung der Klasse M gewannen folgende Fahrer die Goldschleife:
1 sp Pony Anna Lena Schulz, 2 sp Pony Stephanie Kalsow, 1 sp Pferd Ulrike Schmidt und 2 sp Pferd Erhard Schildt.

Da bei dieser Veranstaltung auch die Kreismeisterschaft der Kl. A des Kreisreiterbundes Plön ausgeschrieben war, nahm der Vorsitzende es KRB, Jürgen Lamp, die Ehrung der Kreismeister 2022 im Anschluss vor.

Kreismeister der Kl. A des KRB Plön 2022 sind:
1 sp Pony Sabine Leistikow, 2 sp Pony Adina Haß und 1 sp Pferd Leonie Tolkmitt. Eine Ausnahme war der von unserem Ehrenmitglied Ernst Först gestiftete Ehrenpreis, der dem Kreismeister vom Veranstalter überreicht wurde.

Ein herzliches Danke an alle, die mit Geld-, Sach- und Arbeitsleistungen zur Ausführung dieser Veranstaltung beigetragen haben. Auch ein großes Lob an unser Imbissteam, das unter der Leitung von Silke Behrendt jederzeit alles für Leib und Seele bereithielt.

Betrüblich war das Verhalten von Fahrern auf dem Parkplatz. Hier wurde Pferdemist in die noch nicht gemähte Fläche geworfen, was natürlich zu Recht zum Unmut des Besitzers führte. Wir sind dankbar hier geeignete Flächen zu bekommen und dann wird das gute Verhältnis von einigen durch unüberlegtes Verhalten gestört. Sicher möchten diese Teilnehmer auch in Ihrem Futter keinen Mist haben.

Die Cupsieger der Klasse A und der WBO. (Foto: Kurt-S. Becker)

VIDEO: Fahrsport Hallencup: „Warmlaufen“ für die kommende Saison

 

Kükels – Nach zwei Vorrunden in Futterkamp und Tangstedt und dem großen Finale am vergangenen Wochenende in Kükels bei Bad Segeberg, ist nun der alljährliche Hallencup auch schon wieder „Geschichte“. Fahrsportler aus den nördlichen Bundesländern trafen sich zwecks Saisonvorbereitung ihrer Gespanne zum Wettkampf mit ihren Ein-, Zwei- und Vierspännern.

Auf „ Winkler´s Hof“ stellten sich 46 Fahrer und Fahrerinnen mit 180 Pferden in den verschiedenen Anspannungen dem Wettkampf um Sieg und Platzierung in der Gesamtwertung des Cups. Besonders erfolgreich waren die Aktiven der Fahrergemeinschaft SH-HH mit insgesamt 17 Medaillen. Gesamtsiege gelangen dabei der international erfahrenen Plönerin Ulrike Schmidt in der Pferde-Einspännerprüfung Klasse M, Jörn Rennebach (Pony-Einspännern Kl. M), Stephanie Kalsow (Pony-Zweispänner Kl. M), Jürgen Lamp (Pony-Vierspänner Kl. M), Alexa Feindt (Pony-Einspänner Kl. A), Susan Gollmer (Pony-Zweispänner Kl. A) und Bjarne Kalsow (WBO Einspänner).

Angetan von der Veranstaltung war auch Dieter Medow, Vorsitzender des Pferdesportverbandes Schleswig-Holstein: „So eine Turnierserie ist ein Format wie es auch im Reitsport vermehrt angeboten wird. Es ist für die Sportler eine gute Gelegenheit sich zu messen. Ähnlich wie beim Vielseitigkeitsreiten haben die Fahrer eine tolle Gemeinschaft. Das ist ein großes Plus, daß wir nicht in allen Sportarten haben.“

Ausgeschrieben war die Cupserie in der mittelschweren Klasse M und in der leichteren Klasse A. So war für jedes sportliche Niveau etwas dabei und auch die Einsteiger (WBO) in den Fahrsport fanden im kombinierten Hindernisparcours eine angepaßte Anforderung vor.

Turnierleiter Jürgen Lamp fand neben seinen organisatorischen Aufgaben noch die Zeit selbst als Teilnehmer mit seinem bewährten Pony-Vierspänner an den Start zu gehen. Der Erfolg in der Endabrechnung gab ihm Recht. Sein Fazit: „ Ich war beeindruckt von der guten Teilnehmerresonanz, besonders freut uns die rege Beteiligung aus den benachbarten Bundesländern.“ Die Motivation im Team der Fahrergemeinschaft für eine Neuauflage des Hallencups im nächsten Winter ist deshalb recht gut.

 

 

HALLENCUP DER GESPANNFAHRER 2022 - DAS FINALE

Im Finale des Hallencups dabei: 2022 Peter Heuser Fahrergemeinschaft SH-HH mit seinem Pony-Vierspänner. (Foto: Kurt-S. Becker)

Letzte Runde im Hallencup 2022

Kükels – Nach zwei Vorrunden treten am kommenden Sonnabend die “Leinenkünstler” auf dem Kutschbock zu ihrem großen Finale in Kükels (Kreis Segeberg) an. Auf Winklers Hof treffen sich die EIn-, Zwei- und Vierspänner-Fahrer mit Ponys und Pferden, um in den Prüfungsklassen A und M die jeweiligen Gesamtsieger zu ermitteln. Zwei Wettbewerbe finden auch im WBO-Bereich statt, hier wird ein- und zweispännig gefahren.

Für jede ausgeschriebene Anspannungsart wird es einen Cupsieger, einen Zweit- und einen Drittplazierten geben. Dafür werden die jeweils besten Platzierungen aus zwei der drei Turniere jedes Starters gewertet.

Insgesamt 41 Fahrer und Fahrerinnen treten am Finaltag an und bringen 69 Pferde mit auf die Reitanlage am Fredesdorfer Weg.

Zuschauer sind bei freiem Eintritt herzlich willkommen, wegen des beengten Bereiches in der Reithalle besteht in diesem Falle aber noch Maskenpflicht und die 3G-Regel. 

Bei den Vierspännern errang Peter Heuser für die Fahrergemeinschaft einen zweiten Platz beim Hallencup in Tangstedt. (Foto: Kurt-S. Becker)

Hallencup: Zweite Runde auf dem Lindenhof

Tangstedt – Die Auftaktveranstaltung des diesjährigen Hallencups in Futterkamp versank noch im Dauerregen, wenn auch die Wettbewerbe in der großen Reithalle des Lehr- und Versuchszentrums stattfanden. Alle Vorbereitungen der Gespanne mußten schließlich unter freiem Himmel durchgeführt werden.

Zumindest wettermäßig vollends entschädigt wurden die 52 Gespannfahrer bei der zweiten Runde auf dem Lindenhof in Tangstedt. 221 Pferde waren für elf Ein-, Zwei- und Vierspännerprüfungen in den Klassen A und M gemeldet. Auch zwei WBO-Wettbewerbe standen auf dem eintägigen Programm.

Aus Sicht der Fahrergemeinschaft (FGSH) als Veranstalter standen am Ende des Tages fünf Sieger, und damit ein erfolgreicher Turniertag für die Vereinsmitglieder fest.

Die Goldschleifen für die FGSH holten Jörn Rennebach (nach langer Verletzungspause) bei den Pony-Einspännern, Stephanie Kalsow bei den Pony-Zweispännern. In den A-Prüfungen waren Alexa Feindt bei den Pony-Einspännern und Susan Gollmer bei den Pferde-Zweispännern erfolgreich. Einen Sieg gab es auch für Bjarne Kalsow in der Einspännerprüfung der WBO.

Die letzte Gelegenheit zum Punktesammeln im Hallencup gibt es nun am Sonnabend, dem 2. April auf dem Hof von Gerd Winkler in Kükels bei Bad Segeberg. Hier werden dann Gesamtsieger im Plazierte der Turnierserie ermittelt.

VIDEO:

HEISSE RÄDER IN TANGSTEDT

Bormsdorf 2021 – Impressionen

Mit beiden Gespannen erfolgreich: Louise Reinke. (Foto: W. Smeets)

Kronenberg: Louise Reinke erfolgreichste Schleswig-Holsteinerin

Kronenberg/NL – Endlich gab es für die Fahrsportler wieder ein bedeutendes Turnier und das für einige sogar auf dem sportlichen Niveau einer Weltmeisterschaft. Im niederländischen Kronenberg durften sich am vergangenen Wochenende erstmal seit langer Turnierpause die Fahrer mit ihren Pferdegespanne in den verschiedenen Anspannungsarten im Wettkamopf messen. Aus Gründen der Sicherheit waren insgesamt nur 400 Pferde zugelassen, ein Umstand der neben dem Dauerthema Corona vor allem der noch immer in unguter Erinnerung befindlichen Herpesinfektion geschuldet war.

Die internationalen Teilnehmer fanden einen gut vorbereiteten Turnierplatz vor, auch wenn der am zweiten Tag einsetzende Regen die Böden, besonders auf der Marathonstrecke arg strapazierte und nach längerer Beanspruchung für die Gespanne tiefer und glatter wurde. Mensch und Tier blieben aber von Unfällen verschont.

Aus Sicht der drei Teilnehmerinnen aus Schleswig-Holstein kann von einem durchaus erfolgreichen Wochenende gesprochen werden. Die für die Fahrergemeinschaft SH-HH startende Plönerin Ulrike Schmidt absolvierte nach einer guten Dressur (7. Platz) und einem 4. Platz im Marathon ebenfalls einen ansprechenden Kegelparcours und mischt weiterhin vorne mit. Am Ende sprang Platz 6 der Gesamtwertung heraus.

Bei den 2Sterne Pony-Zweispännern zeigte Louise Reinke aus Klappschau, dass mit ihr in dieser Saison mit beiden Gespannen zu rechnen ist. Platz zwei und drei in der Dressur, Platz vier und sechs im Gelände, ein Sieg und ein fünfter Platz beim Kegelfahren sprechen für sich. EIn dritter und ein vierter Rang in der Endabrechnung machen sie zur erfolgreichsten Fahrerin aus dem Land zwischen den Meeren.

Nicht ganz so gut lief es für Vierspänner-Fahrerin Mareike Harm. Nach dem Missgeschick eines ihrer Pferde, das in der Dressurprüfung (Platz 7) über den Zugstrang geriet, mußte die international ambitionierte Negernbötelerin während des Kegelparcours mit einem lahmenden Pferd ihre Tour beenden. Die Geländefahrt endete mit dem 13. Platz.

Die Veranstalter des Turniers bereiten sich nach ihrem “Testevent” nun mit Hochdruck auf die vom 8.-12. September stattfindende Weltmeisterschaft vor. Zu erwartender Topsport und ein kurzweiliges Rahmenprogramm sollen natürlich nicht vor leeren Zuschauerrängen stattfinden. Deshalb hofft man bis dahin auf eine möglichst breite Öffnung für das interessierte Publikum.

 

 

 

Kronenberg international: Fahrsport auf WM-Niveau. (Foto: Krisztina Horváth)

Gute Leistungen der Fahrsportler aus Schleswig-Holstein

Kronenberg/NL – Der Auftakt des internationalen Fahrturniers in Kronenberg/NL konnte von den Wetterverhältnissen und vom sportlichen Niveau her eigentlich kaum besser beginnen.

Der Eröffnungstag erbrachte gute Leistungen auf allen drei Dressurvierecken. Erfolgreich in das Turnier gestartet sind auch die Teilnehmer des deutschen Teams. Nach einer guten Dressurleistung landete Anna Sandmann auf Rang 6 vor Mareike Harm (Negernbötel) bei den Vierspännern, die nach dem Fehltritt eines ihrer Pferde über den Zugstrang Beifahrerhilfe in Anspruch nehmen mußte.

In guter Form: Louise Reinke. (Foto: W. Smeets)

Die Plönerin Ulrike Schmidt erreichte mit ihrem “unverwüstlichen” Freiberger NICOLAI bei den EInspänner Pferden einen siebten Platz und zeigte sich mit dem Ergebnis hochzufrieden. Auf dem Siegertreppchen noch weiter nach oben trabten beide Gespanne von Louise Reinke (Schuby). Mit KLAPPSCHAUS WUNDERBARE DAIMLER und MARUSCHA erfuhr sie das zweitbeste Resultat und bestätigte mit KLAPPSCHAUS MERCEDES und MINOU auf Rang drei ihre derzeit hervorragende Form.

Heute fahren die 3* Pferde Vierspänner, Pferde Zweispänner, die Pony Vierspänner und die 2* Pferde-Vierspänner ihren Marathon. Die übrigen Anspannungsarten gehen heute in den Kegelparcours und schließen das Wochenende am Sonntag mit dem Marathon ab.

Bei aller Begeisterung über die Durchführung einer solchen Veranstaltung ist die immer noch herrschende Corona-Pandemie allgegenwärtig. Die Veranstalter achten äußerst streng auf die Einhaltung der geltenden Regelungen und kontrolieren regelmäßig. Auch die Sicherheit der Pferdegesundheit steht im Focus, die Herpesinfektionen der letzten Zeit haben zu einer Limitierung von maximal 400 Pferden geführt.

Infektionsschutzgesetz: Was gilt jetzt für den Pferdesport?

Notbremse mit Ausgangsbeschränkungen ab Inzidenz 100 beschlossen

Warendorf – Bundestag und Bundesrat haben im Eiltempo Änderungen am Infektionsschutzgesetz beschlossen, die umgehend in Kraft getreten sind. Grundsätzlich gelten nach wie vor die Corona-Verordnungen der Bundesländer und die in den Landkreisen erlassenen Vorgaben.

Überschreitet ein Landkreis oder eine kreisfreie Stadt jedoch an drei aufeinanderfolgenden Tagen die Sieben-Tage-Inzidenz von 100, treten nun zum Beispiel Ausgangsbeschränkungen zwischen 22 und 5 Uhr in Kraft. Die gute Nachricht für Pferdesport und Pferdezucht: Die Versorgung von Tieren ist als explizite Ausnahme dieser Ausgangsbeschränkungen aufgelistet. Berufs- sowie Leistungssportler der Bundes- und Landeskader können unter Auflagen weiterhin trainieren und an Wettkämpfen teilnehmen. Für den Freizeit- und Amateursport gilt im Falle der Notbremse: Der Pferdesport ist für Personen ab 14 Jahren allein, zu zweit – also in Form von Einzelunterricht – oder im Kreise des eigenen Hausstands möglich. Gruppenunterricht kann ausschließlich für höchstens fünf Kinder bis 14 Jahre draußen und kontaktfrei erfolgen.

Für den Pferdesport relevante Punkte im neuen Infektionsschutzgesetz sind folgende:

Ausgangsbeschränkungen: Im Zeitraum zwischen 22 Uhr und 5 Uhr ist es nur noch erlaubt das Haus zu verlassen, wenn ein guter Grund vorliegt – etwa die berufliche Tätigkeit, medizinische Betreuung von Menschen oder die Versorgung von Tieren. Bis 24 Uhr ist es zwar weiterhin möglich, unter den Kontaktbeschränkungen draußen zu joggen oder spazieren zu gehen. Jedoch darf zwischen 22 und 24 Uhr nicht in Sportanlagen Sport getrieben werden.

Sportausübung: Die Ausübung von Sport ist nur zulässig in Form von kontaktloser Ausübung von Individualsportarten die allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Hausstands ausgeübt werden. Aus Sicht der FN bedeutet dies, dass auch Einzelunterricht möglich ist. Ebenso zulässig ist laut Gesetz die Ausübung von Individual- und Mannschaftssportarten im Rahmen des Wettkampf- und Trainingsbetriebs der Berufssportler sowie der Leistungssportler der Bundes- und Landeskader, wenn die Anwesenheit von Zuschauern ausgeschlossen ist, nur Personen Zutritt zur Sportstätte erhalten, die für den Wettkampf- oder Trainingsbetrieb oder die mediale Berichterstattung erforderlich sind, und angemessene Schutz- und Hygienekonzepte eingehalten werden.

Für Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres ist die Ausübung von Sport ferner zulässig in Form von kontaktloser Ausübung im Freien in Gruppen von höchstens fünf Kindern. Im Infektionsschutzgesetz steht dazu auch, dass Anleitungspersonen auf Anforderung der nach Landesrecht zuständigen Behörde ein negatives Ergebnis einer innerhalb von 24 Stunden vor der Sportausübung mittels eines anerkannten Tests durchgeführten Testung auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 vorlegen müssen. Das bedeutet: Auch Trainer im Pferdesport müssen sich täglich mit einem anerkannten Corona-Test selbst testen oder testen lassen, um im Zweifelsfall ein negatives Ergebnis vorweisen zu können, wenn die zuständige Behörde danach fragt.

Wichtiger Hinweis: Grundsätzlich gelten nach wie vor die Verordnungen der Bundesländer und die in den Landkreisen erlassenen Vorgaben. Sie können noch konkretere Vorgaben zur Sportausübung beinhalten. Die FN wird wie gewohnt die Regelungen der Bundesländer im Einzelnen in den FAQ unter www.pferd-aktuell.de/coronavirus unter der Frage „Was gilt in den einzelnen Bundesländern? Sind Training und Unterricht erlaubt?“ aufbereiten und versuchen, noch offene Fragen für Pferdesport und Pferdezucht zu klären. (Quelle: fn-press)

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